Es war die Jungfrau selbst, die sich am 2. August 1218 einer Stadt zeigen wollte, die emporragte: Barcelona. Und die stets mit dem Herrschen fortfuhr. Am 25. September 1687 erklärte der Rat der Hundert die Madonna Mercé zur Herrscherin der Stadt.

Wie der Papst sagt: „Maria und der Heilige Geist befinden sich immer inmitten des Volkes. Sie vereinte die Jünger, um ihn anzurufen und machte so die Bewegung möglich, die an Pfingsten entstand“.

Als Mutter aller stellt sie ein Zeichen der Hoffnung für die Völker dar, die leiden, bis ihnen Gerechtigkeit wiederfährt. Es ist die Missionarin, die sich uns annähert, um uns im Leben zu begleiten, indem sie mit ihrer mütterlichen Liebe die Herzen für den Glauben öffnet. Wie eine richtige Mutter geht sie unseren Weg mit uns, kämpft mit uns und verbreitet unaufhörlich die Liebe Gottes. Durch die verschiedenen Mariengebete, die in der Regel mit den Heiligtümern verbunden sind, teilt sie die Geschichten der einzelnen Länder, die das Evangelium empfangen haben und wird so Teil deren geschichtlicher Identität. Viele christliche Eltern fordern die Taufe ihrer Kinder in einer Marienkirche, wodurch sie ihren Glauben an das mütterliche Wirken der Maria kundtun, die neue Söhne für Gott gebärt. In den Heiligtümern lässt sich wahrnehmen, wie Maria die Söhne um sich versammelt, die mit viel Anstrengung reisen, um sie zu beobachten und von ihr beobachtet zu werden. Und dort finden sie die Kraft Gottes, um die Leiden des Lebens zu ertragen.

Das Pilgerbüro bietet verschiedene Möglichkeiten an, um die Basilika zu besuchen und sich mit ihrer Geschichte zu befassen. Wir wenden uns jedoch niemals an den „Touristen, der die Basilika besucht“, sondern an den „Pilger“, der aus der Stadt Barcelona, aus Amerika oder aus irgendeinem anderen Teil der Welt kommt. Er ist ein Reisender, der im Haus der Mutter eintrifft! Auch wir erkennen, nachdem wir so viel Schönheit gesehen haben, die unserer Geschichte entspringt, den wertvollsten Schatz, den wir besitzen, mit den Augen des Herzens an: Unsere Mutter, die uns sagt: „Bin ich denn nicht hier? Bin ich etwa nicht deine Mutter?“